Der Seelenfütterer

Glauben (er)leben

Gott begegnet uns ...

Er war ein Prinz. Und er war ein Findelkind.
Ein Findelkind - und doch liebten ihn der König und die Königin, als wäre er ihr eigenes. Zusammen mit ihrem leiblichen Sohn wuchs er im Königshaus auf.

Er war reich und ihm wurden alle Wünsche erfüllt.
Er lebte ein Leben wie im Traum – Ein Leben wie im Märchen …

Bis zu jenem Tag als er der Ungerechtigkeit nicht länger zusehen konnte und einen schlimmen Fehler machte. Einen Fehler, der sein Leben für immer verändern sollte …

Der Prinz konnte es nicht mehr länger mit ansehen, wie ein Aufseher auf einen Arbeiter einschlug. Er ging dazwischen. Gewollt oder nicht, zum Schluss war der Aufseher tot und der Prinz ein Mörder.

Er flüchtet. Er ließ sein Heim mit seinen Reichtümern zurück und ließ auch sein bequemes Leben, seine Sicherheit zurück.

Zu Fuß ging er in die Wüste. Er fühlte sich am Ende. Es gab nichts mehr, dass er von seinem Leben erwartet hätte.

Und doch, wie durch ein Wunder schaffte er es die Wüste zu durchqueren.
Er überlebe und aus dem Prinz wurde ein Ziegenhirt.
Sein Leben hatte für ihn keine große Bedeutung mehr.
Bedeutungslos - Hoffnungslos

Wie oft ging es uns so, wie dem Prinz aus unserer Geschichte?

Ausgebrannt – am Ende der Kraft – am Ende jeder Hoffnung …

Wie der Ziegenhirt, der einst ein Prinz war – ein Prinz war, in Ägypten.

Sein Name - Mose!
Mitten hinein in seine Hoffnungslosigkeit war da jedoch einer, der hatte noch Großes mit ihm vor.

Gott hatte ihn auserwählt.

Ihn der alles verloren hatte, der von höchsten Höhen in die tiefste Hoffnungslosigkeit gestürzt war,
Er sollte die größte Befreiungsaktion aller Zeiten durchzuführen.

Das war das Letzte was Mose erwartet hatte.

Gott verlangte von ihm allen Ernstes zurück zu gehen;
 zurück zu gehen nach Ägypten.
… Mose hatte Angst.

Doch Gott machte ihm Mut. „Ich bin bei dir!“ sagte Gott. Mitten in seinem Alltag, mitten im "Ziegenhüten" war da plötzlich Gott. 

Völlig überraschend – ohne Vorankündigung.

Letztlich hatte Mose seine Angst überwunden und auf Gott vertraut.
Er ging nach Ägypten und führte sein Volk in die Freiheit. Mit Gottes Hilfe gelang ihm das Unglaubliche.

… und der Pharao, mit all seiner Macht konnte nichts dagegen tun.

Gott begegnet uns nicht nur, wenn wir es planen.

                   Mitten in unserem Schmerz, in unserer Hoffnungslosigkeit, begegnet er uns im Alltag,
 im Lächeln eines lieben Menschen,
 in der Hand die uns stützt
oder auch in den Tränen eines traurigen Kindes. 

Dann fordert er uns auf sein Werk zu tun.
Er fordert uns auf zu helfen,
Trost zu spenden und auch anzunehmen.
Von ihm zu erzählen.
Von Ihm dessen Namen uns Stärke gibt:
 „Ich bin euer Gott, der für euch da ist!“